Talbot in Aachen ist ein Unternehmen mit Geschichte

Talbot, Aachen – älteste deutsche Hersteller von Schienenfahrzeugen

Mein Team und ich suchten  ein zukunftsfähiges Unternehmen aus der Stadt, das mit nachhaltiger  Wirtschaft zeigen können . Gelandet sind wir bei Talbot Service, einem Unternehmen, was nicht nur auf die Schiene setzt, sondern hier auch innovative Technologien unterstützt. Es überrascht nicht dass hier auch die Street Scooter zusammengebaut wurde und das ist das große Disaster. die Street Scooter Produktion wurde eingestellt und Talbot Service kann jetzt nur noch den Service der verbliebenen Fahrzeuge übernehmen.

Wie viele Aachener kenne ich nur den Eingang des Betriebsgeländes von der Jülicher Straße und war tief beeindruckt, als ich hinter den Türen das riesige Werksgelände schauen konnte. Bis zum Büro der Geschäftsleitung  Dirk Reuters und Josef  Kreutz war einiges an Strecke zu Fuß bewältigen. Die beiden Geschäftsführer sind die Männer der ersten Stunde von Talbot Services. Sie sind die Männer, die sich nach der Schließung von Bombardier aus unterschiedlichen Rollen – als Betriebsleiter und Betriebsrat – zusammen gerauft haben, um eine wahre Erfolgsgeschichte für unsere Stadt zu schreiben.

Diese Männer packen an und haben das Unternehmen auf viele Beine gestellt, die nun in der Krise um Street Scooter wichtig sind und um flexibel zu bleiben. Der große Cou alle „Flix trains“ von Grund auf zu sanieren kann nur als kleiner Geniestreich gesehen werden. Denn nicht nur die Grundsanierung ist nun Aufgabe von Talbot Service sondern auch die Wartung aller Züge. Bei der Betriebsbesichtigung konnte ich mich davon überzeugen wie die 500 Mitarbeitenden unter Hochdruck an diesen riesigen Auftrag arbeiten.

Ein Unternehmen mit Geschichte

Das Unternehmen schaut auf eine sehr lebendige Geschichte zurück: Gegründet 1838 durch Hugo Jacob Talbot und Pierre Pauwels, Kutschenfabrikant aus Brüssel. Am Standtort Jülicher Straße seit 1860, 1995 Verkauf an Bombardier (etwa 1000-1250 Mitarbeiter*innen) 2010 Ankündigung der Schließung in 2013. Mahnwachen und Proteste folgen, die Kommunalpolitik war engagiert, genauso wie die Stadtgesellschaft und das Land NRW.

Dirk Reuter war damals Technischer Direktor in Aachen. Er ist, wie sein Vater es schon war,  „Talbötter“. Er hat dort seine Ausbidung gemacht und hat im Unternehmen Karriere gemacht.

Er ging nicht als Betriebsleiter zu Bombardier nach Henningsdorf bei Berlin, sondern wurde mit 10% Anteilen Mitgesellschafter. Mit dem regionalen Partner Quip (Personalentwicklungsdienstleister aus Baesweiler) und Jörg Kaever, der 5% der Anteile hielt,  übernahmen sie das Talbotwerk und gründeten die Talbot Services GmbH, die mit 240  Mitarbeiter*innen und ohne betriebsbedingten Kündigungen an den Start gehen konnte.  Heute arbeiten hier ca. 500 Menschen, bei den Talböttern. Ein Unternehmen mit dem sich unsere Stadt zeigen kann. Hier verbindet sich Fortschritt mit Tradition und aus der Krise heraus konnten Arbeitsplätze für Arbeiter zukunftsfähig gehalten werden.

Die Arbeit an einem Hybridgüterzug im Auftrag von Toshiba für DB Cargo, ist ein weiteres spannendes Projekt in der Macherschmiede in der Talbot haben. Die Öko Lok erschließt neue Marktsegment im Lokomotivbau.

Die Größe des Geländes ist beeindruckend:  185.000 Quadratmeter, Grubengleise, Krane, Hebeanlagen, Lackieranlage, Prüfzentrum für deutsches und niederländisches Netz, 300 Meter Teststrecke, Spezialität Doppelstock- und Güterwagen sowie Drehgestelle. Was jetzt noch fehlt ist die Elektrifizierung Der Bahnstrecke von Rothe Erde bis Ende Jülicher Straße , denn hier müssen diese Loks eingesetzt werden, um die Züge bis in die Werkshallen zu schleppen. Gemeinsam mit den Planungen zur Regio Tram könnte hier eine Lösung gefunden werden, die den Personen Transport auf der Schiene in unserer Stadt bewegt. Dies gilt sowohl in der technischen Entwicklung und Pflege als auch beim Transport der Menschen.

Bei meinem Gespräch konnte ich sehr direkt spüren, wie tatkräftig hier die Zukunft von Aachen angepackt wird und die Abschlussworte von Herrn Reuters „ Wenn wir sie irgendwie unterstützen können, rufen Sie uns einfach an.“ spricht für sich.

Vielen Dank für den Einblick hinter die Mauern der Talbötter.

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